Artikel aktualisiert am 12.05.2020

Mal wieder Mallorca, doch im Gegensatz zu 2016 anstatt vier Wochen nur drei. Ein sogenannter „Kurztrip“.

Auch bin ich dieses Mal im Norden bei Alcúdia angesiedelt, genauer gesagt an der Playa de Muro, zwischen Can Picafort im Süden und Port d’Alcúdia im Norden.

Normalerweise bin ich vor ca. einem Jahr dazu übergegangen, alles nur noch über Airbnb zu buchen. Dieser Trip erfolgte allerdings über ein anderes Portal, was ich aber nicht weiterempfehlen kann. Haustiere wie Kakerlaken, Stechmücken und die allseits bekannten Ameisen (die gibt es aber überall) sind hier an der Tagesordnung. Das Appartement liegt unweit vom Meer, der einzige Vorteil. Bei der Ankunft müffelte es nach Schimmel und Moder, zwei Tage komplett durchlüften war angesagt. Und das vom Besitzer angepriesene Internet steht in irgendeinem von drei Hotels gegenüber. Er meinte lapidar: einfach ins Hotel gehen und einen Kaffee trinken, dann den WLAN-Code einfordern – fertig. Er macht es sich etwas zu einfach, denn ich bin als digitaler Nomade auf ein stabiles und festes Internet angewiesen. Momentan arbeite ich seit knapp zwei Wochen mit meinem mobilen Internet übers Smartphone – zum Glück eine Europaflatrate, die allerdings bei Vollauslastung nur 11 Tage reicht…

Eine Katastrophe war schon der Hinflug mit AirBerlin, ausgeführt über Niki. Anscheinend war die ursprüngliche Maschine, eine Boeing 737-800, defekt. Dadurch konnte – auch wieder nur ‚anscheinend‘ – als Ersatz nur eine Boeing 737-700 angefordert werden. Was natürlich dazu führte, dass die Maschine – oh Wunder! – überbucht war. Man gab die Schuld dem Flughafen Stuttgart, da ‚anscheinend‘ dort zu viele Leute durchgelassen wurden. Nach eineinhalbstündiger Verspätung ging’s dann endlich los gen Süd-Westen. Aber: es war ein angenehmer und ruhiger Flug. Das kann ich mit Flugangst bestätigen. Und das gemietete Bordpersonal von der TUI war auch sehr freundlich.

So, hier enden die iPhone-Fotos und es wurde ‚richtig‘ fotografiert.

Nun zu meinen Städtetrips und Empfehlungen. Dieses Mal bewegt sich fast alles im Norden der Insel. Sortiert habe ich alphabetisch, nicht nach Datum – schien mir benutzerfreundlicher.

Die Altstadt von Alcúdia ist sehr beeindruckend – lohnt sich also! Sie ist von einer Stadtmauer umgeben. Die Restaurants und Bars haben jedoch eher gehobene Preise. Dafür genießt man einen tollen Ausblick auf die kleinen Gassen.

Ariany

Ariany hat mich immer wieder beim Vorbeifahren fasziniert. Auch hier steht der Mittelpunkt des Dorfes – die Kirche Nuestra Señora d’Atocha – gut sichtbar auf einem Hügel. Allerdings war ich etwas enttäuscht, dass dies wirklich das einzige Highlight ist. Eventuell muss man sich aber mehr Zeit lassen.

Artà

Artà ist immer einen Besuch wert. Die Stadt hat Flair und das gewisse „Etwas“. Vorausgesetzt man mag die alten Sandsteingebäude mit den überwiegend dunkelgrünen Fensterläden. Eine typisch mallorquinische Stadt. Zu empfehlen ist der Aufstieg zum höchsten Punkt der Stadt, zum Santuari de Sant Salvador. Von dort bietet sich ein herrlicher Ausblick über die Stadt und Umgebung.

Cala Sant Vicenç

Was sich auf jeden Fall lohnt, ist die Cala Sant Vicenç. Nicht unbedingt zum Baden – zu viele Touristen – aber als Aussicht. Die Bucht liegt im Nordwesten von Mallorca, von Alcúdia kommend über Port de Pollença in Richtung Pollença zu erreichen. Eventuell ungünstig am Sonntag hinzufahren, aber als arbeitende Bevölkerung bleibt da nicht viel Zeit… und samstags hatte ich schon die Kirchentour mit Ariany und Petra geplant. Zudem war ich an der Cala Murada verabredet… Das Mallorca Magazin hat hierzu noch einige Infos. Was mich auch noch gereizt hätte ist das Castell del Rei, aber die Strecke ist nur mit Voranmeldung zu Fuß begehbar. Bei 35 Grad und dem ganzen technischen Equipment muss das nicht sein…

Colònia de Sant Pere

Durch Zufall fuhr ich nach Colònia de Sant Pere. Es liegt zwischen Can Picafort und Artà. Von der Abzweigung der Straße sieht man allerdings nur Berge… schwer vorzustellen, dass dahinter ein nettes kleines Dorf liegt. Außerdem hat es „richtige“ Wellen zum Surfen. Allerdings kann man es nicht lange ausklingen lassen wegen der zahlreichen Felsen. Also kurz die Welle catchen, aufs Board springen und ein paar Sekunden später ist es auch schon vorbei. Die Restaurants an der Promenade laden allerdings zum Sitzen und Essen ein. Man hat einen wundervollen Blick auf das Meer und die Berge von Alcúdia im Hintergrund.

Inca

Jeden Donnerstag ist Markt in Inca. Natürlich gibt es wie überall den Plastikschrott aus China. Doch manche Stände werden tatsächlich von Einheimischen mit Stücken aus echter Handarbeit betrieben. Also es lohnt sich zumindest einmal vorbeizuschauen. Und exakt nur einmal! Die Stadt ist „ganz nett“ – und ihr wisst was das bedeutet. Ich hatte mir von Inca durchaus mehr erhofft. Da ist Palma zum Flanieren doch schöner (mal abgesehen von der Partymeile).

Mirador de la Victoria

Auf dem Weg zum Mirador de la Victoria. Oben gibt es ein Restaurant, laut Berichten soll es gutes Essen geben. Leider hatte ich zu dem Zeitpunkt keinen Hunger – kommt auch mal vor… Jedenfalls lohnt sich der Blick. Der Mirador de la Victoria ist von Alcúdia über eine kleine Nebenstrecke zu erreichen.

Petra

Und wieder auf dem Weg begegnet mir Petra… Zigmal vorbeigefahren, aber nach Ariany einen Stop eingelegt. Und es hat sich gelohnt. Petra bietet neben der tollen Kirche San Pere auch einen wunderschönen Friedhof. Bin immer wieder erstaunt, wie viele Kirchen man so im Schnitt fotografieren kann. Aber es sind faszinierende Bauwerke.

Port d’Andratx

Zu guter Letzt bin ich dann tatsächlich im Touri-Ort Port d’Andratx gelandet. Wenn auch nur für eine halbe Stunde zum Fotografieren. Für mich ist dieser Ort – trotz des netten Hafens – ein No-Go! Es gibt zwei Aussichtsplattformen, die sich lohnen, den Rest kann man vergessen. Generell ist der Süden in deutscher Hand – ein Urlaubsfeeling kommt da nicht auf. Noch schlimmer als Port d’Andratx ist Peguera. Der Sprache nach befindet man sich im tiefsten Ruhrpott, die Lokale sind deutsch oder chinesisch, die Läden sind mit China-Schrott bestückt. Das Publikum ist… ohne Worte.

Santa Margalida

Am Samstag fuhr ich mal gezielt nach Santa Margalida. Von weitem sah die Kirche auf dem Hügel beim Vorbeifahren so romantisch aus. Aber in dem Dorf ist wirklich nichts los. Es sieht nur von Weitem schön aus. Allerdings hat man von der Kirche auf der Anhöhe einen schönen Blick auf die Umgebung.

Son Serra de Marina

Wieder rein zufällig entdeckte auf meinem Heimweg nach Play de Muro eine Abzweigung nach Son Serra de Marina. Eigentlich nichts Besonderes, aber der Blick auf Meer und Berge war atemberaubend. Und nochmal ein Surferstrand den ich noch nicht kannte. Im Mallorca Magazin gibt es einen schönen Artikel darüber.

2 Kommentare

  1. Anita

    Super Bericht und sehr schöne Bilder lb. Silke…Sehr Gut!

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