Artikel aktualisiert am 18.09.2020

Ich habe hier mal die wichtigsten Dinge zusammengestellt, die du als digitaler Nomade auf Reisen benötigst. Manches ist natürlich optional, aber gewisse Dinge dürfen auf keinen Fall fehlen.

1. Smartphone

Dein Smartphone ist dein digitales Büro, dein Hotspot, deine Kamera – ja einfach alles. Ich empfehle hier auf jeden Fall ein oder zwei Ersatzladekabel. In manchen Gegenden ist es wirklich schwierig bis unmöglich, ein Kabel kaufen zu können. Des Weiteren solltest du alle Kabel und technische Kleinteile in ZIP-Beutel verpacken, falls du dich in Meeresnähe aufhältst. Mir sind in den letzten Jahren schon etliche Kabel dadurch korrodiert, und wenn der Ersatz fehlt ist das ärgerlich.

2. Laptop

Der Dreh- und Angelpunkt zum Arbeiten. Ja nachdem was ihr arbeitet, benötigt ihr noch eine Maus und ein Mauspad. Ladekabel nicht vergessen und unbedingt eine gute Schutzhülle um den Laptop machen (ich habe eine Amazon Basic Schutzhülle, die kann ich euch empfehlen). Um Daten (mit anderen) auszutauschen, empfiehlt sich noch ein USB-Stick.

3. Powerbank

Nichts ist ärgerlicher, als wenn der Akku des Smartphones ausgerechnet auf einer Fototour oder während des Navigierens versagt. Ich hatte aus Gewichtsgründen immer nur die kleine Anker mit 5.000 mAh dabei. Allerdings verlor ich diese bei einem Busbrand auf meiner letzten Reise. Als Ersatz habe ich mir nun die Energizer mit 10.000 mAh geholt und bin hochzufrieden. Sie ist ca. 100 g schwerer, dafür aber mit zwei USB-Ports, toller Optik und zusätzlichem Ladekabel. Bemerkenswert ist die Ladegeschwindigkeit.

Wer noch mehr Power benötigt, sollte die Anker mit 20.000 mAh mit 20.000 mAh holen. Die kostet genauso viel wie die Energizer, hat aber nicht die tolle Optik. Dafür ist aber das Preis-Leistungs-Verhältnis unschlagbar.

4. Selfie-Stick

Wenn ihr alleine unterwegs seid wie ich, braucht ihr natürlich einen Selfie-Stick. Ich habe verschiedene Modelle getestet. Auf was ihr achten solltet ist, dass er eine abnehmbare Fernbedienung hat und auch als Stativ verwendet werden kann. Genial ist dieser hier von Yoozon.

5. Passbilder

In manchen Ländern (wie z.B. Indien) benötigst du ein Passbild, um eine SIM Karte zu bekommen. Bei länderübergreifenden Reisen benötigst du ein Passbild für das Visum (z.B. in Kambodscha). Du kannst zwar Passbilder auch vor Ort machen lassen, jedoch kostet das Zeit. Deshalb ist es immer besser, 2-3 Stück dabei zu haben. In Indien benötigte ich dieses Jahr ein Passbild für die Anmeldung im Fitnessstudio.

6. Reisepass

Ohne den geht nichts. Immer aufpassen, dass noch genügend Platz frei ist für die diversen Visa-Stempel. Ich habe ihn seit letztem Jahr in einer Schutzhülle. Ihr könnt ihn auch in einen ZIP-Beutel stecken. Er sollte eben – im Falle eines Regengusses – nicht nass werden.

Und denkt dran als Vielreisender die große Version (mit mehr Seiten) zu nehmen. Sonst ist das Ding gleich voll.

7. Kreditkarten

Meine Kreditkarte im Dauereinsatz ist die der DKB. Sie ist kostenlos, ihr könnt weltweit gebührenfrei Geld abheben (ab einem Betrag von 50 €) und die TAN wird über eine App generiert, nicht per SMS gesendet. Das ist sehr wichtig, wenn ihr die SIM Karte tauscht. Meistens lege ich meine deutsche SIM für die Dauer des Auslandsaufenthaltes still. Somit wäre ein TAN-Versand via SMS für mich tödlich.

Ich empfehle aber immer noch 1 oder 2 Ersatzkarten, falls der Hauptkarte etwas passiert (sie könnte z.B. kaputtgehen oder gestohlen werden). Manchmal passiert es auch, dass die Karte am Automat einfach nicht funktioniert. Und da ist es immer besser, eine Ersatzkarte dabei zu haben.

8. Bargeld

Da immer mal was schiefgehen kann (kein Bankautomat in der Nähe oder die Karte geht nicht), empfehle ich, zusätzlich Bargeld mitzunehmen. Entweder ihr führt Euro oder US-Dollar mit euch. In Laos, Kambodscha und Vietnam seid ihr mit Dollars besser dran. Ich habe meistens 200 € in bar dabei.

9. Kindle/E-Book-Reader

Es gibt immer wieder Gegenden, da gibt es keinen Mobilfunkempfang. Da ist nichts mit Netflix streamen oder YouTube schauen. Und dass in diesen Gegenden euch nicht die Decke auf den Kopf fällt, empfehle ich einen E-Book-Reader.

10. Sonnenbrille

Ganz wichtig! Es ist mir immerhin schon einmal passiert, dass ich meine Sonnenbrille vergessen hatte und mir eine neue kaufen musste. Zum Glück war es innerhalb Europas und ich bekam meine Marke. Aber, wenn man bei gleißender Sonne erstmal einen Laden suchen muss, dann macht das wenig Spaß.

Falls ihr einen Scooter mietet, empfiehlt sich noch eine Klarglasbrille für abends/nachts, damit man keine Insekten in die Augen bekommt (gibt’s in jedem Baumarkt).

11. Sonnencreme

Ebenso verhält es sich mit der Sonnencreme. Zumindest eine Tube sollte im Gepäck sein. Ich kalkuliere immer eine Tube pro Monat. In Indien gibt es allerdings sehr gute Bio-Sonnencreme für einen anständigen Preis zu kaufen.

12. Handtuch

Bei meiner letzten Reise hatte ich kein Handtuch dabei. Am Anfang war es nicht sonderlich tragisch, denn ich war in Bangkok und hatte a) kein Meer und keinen Pool und b) genügend Einkaufsmöglichkeiten. Aber bei Unterkünften über Airbnb kann es vorkommen, dass man keine Handtücher hat und sein eigenes benutzen muss. Ich empfehle 2-3 Handtücher (3 für einen Aufenthalt am Meer, 2 bei einem Aufenthalt im Inland).

Praktisch sind Bambushandtücher, da sie nicht viel Platz benötigen, schnell trocknend und antibakteriell sind.

13. Kopfbedeckung

Gegen die Sonne benötigt ihr unbedingt eine Kopfbedeckung. Entweder ein Tuch oder eine Baseballmütze. Ein Multifunktionstuch hat den Vorteil, dass man es sowohl als Kopfbedeckung (auch als Schutz unter einem Helm) und auch als Halstuch (um sich vor Zug zu schützen) verwenden kann.

14. Block und Stifte

Ein bis zwei Stifte (z.B. Kugelschreiber) sind immer praktisch, auch wenn es nur ums Ausfüllen des Visums geht. Ich nehme auch immer noch einen Block mit, da ich mir gerne vor der digitalen Umsetzung Sachen skizziere. Ich schreibe auf Reisen auch lieber auf Papier, bevor es dann den Weg in den Rechner schafft.

15. Kamera oder GoPro

Zum Filmen von Scooterfahrten oder für Unterwasseraufnahmen ist die GoPro unschlagbar. Ich besitze die Hero 7 Black und bin sehr zufrieden. Wer mehr Geld ausgeben möchte, sollte sich natürlich die 8er holen. Und für beide GoPros gilt: unbedingt Ersatzakkus mitnehmen.

16. Kleidung

Last but not least dürft ihr die Kleidung nicht vergessen. Da jeder was anderes bevorzugt ist es schwierig, hier eine Auswahl zu treffen. Egal was ihr einpackt, nehmt nur nicht zu viel mit. Ich beschränke mich auf 5 Unterhosen, 2 BHs (nur für Frauen), 2 Badehosen/Bikinis, 3 T-Shirts, 3 Tanktops, 2 kurze Hosen, 2 Paar Flipflops (ein Paar aus Vollplastik zum Duschen und für innen, 1 Paar für außen – Empfehlung hier: PUMA, weil bequem und leicht, fester Sitz und halten fast 5 Monate bei Dauergebrauch), Turnschuhe (für den Flug und fürs Fitnessstudio), Hoodie und eine Jogginghose. Den Rest könnt ihr aus meiner Packliste für Goa entnehmen.

Und falls doch noch etwas fehlt oder auf der Reise kaputtgeht, dann kann man ja auch nachkaufen. Gerade T-Shirts, Tanktops oder Badeklamotten sind in warmen Gegenden einfach zu finden. Und mal ernsthaft: man neigt ja schon dazu, sich von einer Reise auch was mitzubringen.

Optionales Zubehör

Ja, davon gibt es jede Menge. Meistens ist es ja auch kein Problem, den normalen Kram wie Duschgel oder Zahnpasta am Reiseort zu kaufen. Vorsicht jedoch bei Damenhygieneartikel, diese sind im Schnitt 3x teurer als bei uns. Ebenso verhält es sich mit Zahnseide. Auch schleppe ich immer noch ein Vorhängeschloss und eine 3er-Steckdose für meine Strandhütte mit. Denn diese wäre sonst nicht abschließbar und 3er-Steckdosen sind sehr praktisch, wenn man den Laptop, das iPhone und den Kindle zeitgleich laden möchte. Natürlich gibt es auch 3-fach USB-Stecker für die Kleingeräte.

Was ich in Goa immer noch zwingend benötige, ist meine eigene Bettdecke mit Überzug und ein aufblasbares Kopfkissen, da die bereitgestellten Kopfkissen immer unangenehm müffeln. Und als Decke bekommt man nur eine billige Synthetikdecke, da fehlt mir dann der Wohlfühlcharakter.