Artikel aktualisiert am 12.05.2020
Camino del Norte - Irun nach San Sebastian - Fotoshooting kurz vor dem Etappenziel
Dieses Mal beweise ich, dass man auch als digitaler Nomade prima pilgern kann. Konkret bedeutet das: die Kombination aus Pilgern und Arbeiten. Und ja, es geht tatsächlich! Allerdings empfehle ich einen leichten Laptop, denn hier zählt jedes Gramm. Wer keine Lust hat die ganze Technik zu schleppen, kann sie sich nachliefern lassen. Es gibt einen Gepäckservice der spanischen Post speziell für Jakobswege. Auf dem Camino Francés – der Pilgerautobahn – ist es einfacher und verbreiteter, aber es gibt den Service auch für den Camino del Norte, den Küstenweg. Die Kosten sind überschaubar mit 4 oder 5 Euro pro Lieferung, je nach Entfernung.

Wie komme ich zum Camino?

Der Camino del Norte beginnt in Irún an der französischen Grenze und endet in Santiago de Compostela bzw. Fisterra. Die Anreise funktioniert mit dem Bus, Zug oder Flugzeug. Ich fahre die Strecke nach Biarritz bzw. Hendaye immer mit dem TGV, ist stressfrei und ich kann in Ruhe arbeiten.

Wie vermeide ich Blasen an den Füßen?

Ein paar Dinge sind jedoch bedeutender als andere, z.B. die Wahl der richtigen Socken. Denn mit Blasen an den Füßen ist der Spaß dahin. Ein Freund von mir schwört auf Nylonstrümpfe in normalen Sport- oder Wandersocken. Das mag auch funktionieren, hab es allerdings noch nicht getestet. Aktuell teste ich gerade Wrightsock, das sind doppellagige Socken mit enormem Tragekomfort. Nach 100 km kann ich sagen: keine Blasen, keine Schweißfüße und die Socken kühlen auch noch. Man kann also problemlos den ganzen Tag darin verbringen. Bisher habe ich zwei Modelle getestet: ENDURANCE quarter „Pilgersocke“ (die finde ich besonders cool auf dem Jakobsweg) und ENDURANCE quarter. Beide sind kurz (low tab) da ich in Nike Free RN gehe. Würde ja sonst komisch aussehen.

Camino del Norte - Irun nach San Sebastian - Nike Free RN mit Wrightsock Pilgersocke
Camino del Norte - Irun nach San Sebastian - Rucksack Osprey Eja 38 l

Wie trage ich den ganzen Krempel?

Ebenso wichtig ist die Wahl des Rucksacks. Ich hatte mir im Vorfeld verschiedene Modelle angesehen. Auf Empfehlung eines Freundes, der jedes Jahr mindestens zwei Jakoswege geht, fiel die Wahl dann auf Osprey. Ich wollte nicht mehr als 38 l (wegen dem Gewicht). Somit entschied ich mich für das Modell Osprey Eja 38 l. Der Rucksack ist leicht und hat durch die diversen Einstellmöglichkeiten einen super Tragekomfort. Ein belüfteter Rücken und die schnelle Trocknungszeit runden das Ganze ab. Mir ist etwas Wasser ausgelaufen, nach ca. 10 Minuten war der Rucksack wieder trocken. Bin sehr zufrieden damit.

q

Packliste für den Camino als digitaler Nomade

  • Rucksack ca. 38-42 l (meine Empfehlung: Osprey Eja 38 l speziell für Damen)
  • Leichter Schlafsack (meine Empfehlung: Lidl)
  • 3 T-Shirts/Unterhosen/Socken (wobei hier wichtig ist, dass die Füße blasenfrei bleiben, meine Empfehlung: Wrightsock)
  • 2 kurze Hosen
  • 1 Jogginghose
  • 1 Sweatjacke
  • Badehose/Bikini
  • Regenponcho (meine Empfehlung: Terra Hiker)
  • Schuhe (ich beweise, dass es möglich ist mit Nike Free RN zu gehen, deshalb benötige ich noch wasserfeste Überziehschuhe, ich hatte Moonwaaks, da es diese aber nicht mehr gibt, empfehle ich: Amazy Regen)
  • Flipflops (meine Empfehlung: Gumbies)
  • Kosmetikzeug wie Creme, Sonnencreme, Zahnpasta, Reisezahnbürste, Haarbürste, Shampoo, Duschgel
  • 1 leichtes Handtuch (meine Empfehlung: Bambushandtuch)
  • 1 Mütze oder Tuch als Sonnenschutz/Kopfbedeckung
  • 1 Sonnenbrille
  • Taschentücher
  • Laptop + Netzkabel + Maus (optional)
  • Powerbank (habe 2 dabei, meine Empfehlung: Anker, da kompakt, leicht und günstig – lädt mein iPhone 3x komplett auf, oder für mehr Power und 2 Ladeports die Energizer mit 10.000 mAh)
  • Smartphone und Ladekabel + Stecker
5. Etappe: Von Deba nach Bilbao

5. Etappe: Von Deba nach Bilbao

In Deba ist die Fußgängerbrücke zusammengestürzt und nicht begehbar (Stand Juli/August 2018). Dadurch muss man einen Umweg von ein paar Kilometern machen. Und die Pilgerherberge in Deba befindet sich direkt im Bahnhofsgebäude. Es gibt eine Zugverbindung nach Bilbao......

mehr lesen
4. Etappe: Von Zumaia nach Deba

4. Etappe: Von Zumaia nach Deba

Das ist wirklich der schönste Teil des Caminos, wenn man die Alternativroute am Meer entlang wählt. Aber auch mit Abstand die Stressigste und Gefährlichste. Einen Berg – ca. in der Mitte gelegen – musste ich auf allen vieren hochklettern, um nicht abzurutschen. In der...

mehr lesen
3. Etappe: Von Zarautz nach Zumaia

3. Etappe: Von Zarautz nach Zumaia

Die dritte Etappe habe ich sehr einfach und kurz und gehalten. Nur 11 km von Zarautz nach Zumaia an der Küstenstraße N634 entlang. Grund hierfür war, mir Zeit zum Arbeiten zu verschaffen. Die Karte von Outdooractive zeigt die Etappe 3 komplett, ich ging jedoch nur bis...

mehr lesen
2. Etappe: Von San Sebastián nach Zarautz

2. Etappe: Von San Sebastián nach Zarautz

Die zweite Etappe war kürzer und somit leichter. Auch hier gibt es wieder Alternativen, am besten holt ihr euch die Offlinekarte von Wisely. Da sind die Wege sehr gut zu erkennen. Als Übersicht hier die Karte von Outdooractive. TIPP: ausreichend Wasser mitnehmen (ca....

mehr lesen
1. Etappe: Von Irún nach San Sebastián

1. Etappe: Von Irún nach San Sebastián

Die erste Etappe hat es in sich. Es gibt zwei Routen - die schönere und anstrengendere führt über den Bergrücken des Jaizkibel. Der Weg ist gut ausgeschildert, jedoch empfehle ich zusätzlich eine App mit Offlinekarten, da nicht überall Netzabdeckung ist. In der...

mehr lesen

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.